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Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender
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Aktuell 2010: Januar bis März

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Beim Sex muß man nicht laufen können

Corrie polarisiert schwule Gemüter ...

Seit Weihnachten 2009 wirbt eine Kampagne mit Corrie aus Köln. Der Spastiker im Rolli sorgt für Gesprächsstoff unter Schwulen.

Früher dachte Corrie: "Ich kann nicht laufen, also habe ich auch keinen Sex." Der 44-jährige Kölner spricht in einem Interview offen über Liebe und Sex. Das Interview findet sich seit Weihnachten 2009 auf der Online-Plattform von "iwwit", einer Kampagne der Deutschen Aidshilfe.

"iwwit" steht für: "Ich weiß, was ich tu". Präsentiert werden reale Männer, die Sex mit Männern haben. Wie gehen sie in ihrer je eigenen Lebenswelt mit dem Thema HIV und Safer Sex um?

Corrie, Spastiker und auf den Rollstuhl angewiesen, gilt im Rahmen der Kampagne als Rollenmodell für das Thema Behinderung. Er ließ sich für diesen Zweck ablichten, stand Rede und Antwort und kann sogar für Szene-Events "gebucht" werden.

Leider ist das Online-Portal nicht sehr barrierefrei. Auch erste Reaktionen auf Corries Einsatz fielen im Netz nicht immer freundlich aus. "Typisch schwul" meint Corrie. Und weiter: "Ich hoffe auf den CSD-Sommer 2010. Hier will ich als Rollenmodell auf vielen Bühnen der Republik Präsenz zeigen!"

Das komplette Interview auf der IWWIT-Website unter:
www.iwwit.de/rollenmodelle/corrie.html

Die pdf-Datei zum Download auch hier bei uns unter:
http://www.queerhandicap.de/pdf/DAH_interview-corrie.pdf (PDF)

Ein Bericht und ganz unten erste User-Kommentare im Netz - nicht immer freundlich - unter:
www.queer.de/detail.php?article_id=11625

Quelle:
Corrie, 15.03.10
Bildquelle:
iwwit.de

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Doku NRW-Treffen 2009 endlich online

Auf den Spuren der eigenen Identität ...

Im September 2009 fand in Düsseldorf das NRW-Treffen 2009 statt. Die Online-Dokumentation hierzu ist endlich online.

In Düsseldorf fand vom 03.09. bis 06.09.2009 ein NRW-weites Treffen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern (kurz: LSBT) mit Behinderung statt. Motto: „Es ist normal, verschieden zu sein.“ 25 LSBT mit Behinderung begaben sich gemeinsam auf die Spuren ihrer eigenen Identität.

Eine Dokumentation informiert nun über Ergebnisse, Förderer, eine Preisverleihung und mehr. Sie steht ab sofort hier bei uns zum Download bereit unter:

 zu: NRW-Treffen 2009

Quelle:
queerhandicap.de, 14.03.10
Bildquelle:
queerhandicap.de

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LSBT ins Grundgesetz

Artikel-3-Petition online - jetzt unterschreiben!!!

Eine Online-Petition fordert den Diskriminierungsschutz des Grundgesetzes auch für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender. queerhandicap ruft zur Mitzeichnung auf.

Hans-Werner Sperber hat als Privatperson im Dezember eine Petition zur Ergänzung des Artikel 3 im Grundgesetz um „sexuelle Identität" beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages beantragt.

Artikel 3 benennt Merkmale, wegen der jegliche Benachteiligung verboten ist. Er ist eine Konsequenz aus der Verfolgungsgeschichte der Nazizeit. Dennoch fand ein Benachteiligungverbot wegen Behinderung erst nach langem Kampf der Betroffenen 1994 Aufnahme ins Grundgesetz.

Schwule waren noch in den 50er und 60er Jahren der Strafverfolgung ausgesetzt. Benachteiligung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender durch Politik und Gesetzgeber halten noch bis heute an.

Die Petition kann jede und jeder online mitzeichnen. Wenn bis zum 03.03.2010 50.000 Unterschriften zustande kommen, wird die Petition im Petitionsausschuss des Bundestages öffentlich beraten.

Wer sich auf der Internetseite des Deutschen Bundestages registriert, kann ganz schnell und bequem die Petition unterzeichnen!

Informationen zur Online-Petition - jetzt unterschreiben:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php? (Suche: "Identität, GG")

Quelle:
bundestag.de, 01.02.10
Bildquelle:
bundestag.de

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Gay Bi Handicap startet durch

Frankfurter Gruppe erobert Herz der örtlichen LSBT-Szene.

Gay Bi Handicap Frankfurt ist eine Gruppe schwuler und bisexueller Männer mit Behinderung. Nach Umzug ins LSKH und neuem Termin präsentieren quirlige Mitglieder starkes Logo und erste Website.

Gaybihandicap Frankfurt nimmt Fahrt auf. Seit September 2009 traf sich die neue Gruppe für schwule und bisexuelle Männer mit Behinderung zum monatlichen Austausch an unterschiedlichen Orten. Schnell hat sich ein fester Kern mit vielen aktiven Mitstreitern herausgebildet.

Ende 2009 konnte Harald, der Rollifahrer der Gruppe, auch die mobile Rampe des LSKH, dem LesbischSchwulen Kulturhaus, dem erfolgreichem Praxistest unterziehen. Einem dauerhaften Einzug ins Herz der Frankfurter LSBT-Szene zum Jahreswechsel stand also nichts mehr Wege.

Die Treffen am neuen Ort finden jetzt immer am ersten Dienstag, 18-20 Uhr statt. queerhandicap stattete dem ersten Treffen des Jahres, dem ersten an neuem Ort, einen Besuch ab. Wir erlebten einen quirligen Kreis von Gleichgesinnten, in dem jeder eigene Ideen einbringt zum Wohl der Gruppe.

So hat Udo ein Logo entworfen: Eine sonnengelbe Baseballkappe "beschirmt" drei fette knallbunte Großbuchstaben. "GBH" ist unter der Kappe versteckt, die Abkürzung des Gruppennamens "Gay Bi Handicap". "Alle unter einem Hut, ein bisschen offen, ein bisschen versteckt" - so lautet wohl eine mögliche Interpretation. "Out of the closet", also "raus aus dem Kleiderschrank" geht es für die Gruppe jetzt auch im Internet. Eine Website ist im Aufbau.

 zu: Gruppeninfo Gay Bi Handicap (aktualisiert)

Quellen:
Corrie, 05.01.10,
gaybihandicap-frankfurt.de, 30.01.10,
Bildquelle:
gaybihandicap-frankfurt.de

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unerhört lesbisch

Düsseldorf bietet Filmabend mit Austausch nur für Frauen.

Frauenberatung Düsseldorf zeigt Film über Lesben mit Hörbehinderung und lädt zu gemeinsamen Austausch ein. - Eine Veranstaltung nur für Frauen.

Am 25.02.10 zeigt die Frauenberatungsstelle Düsseldorf e.V. die Dokumentation "unerhört lesbisch", den neuen Kurzfilm von Jennifer Söhn (Deutschland 2009).

Zum Inhalt: Der Film handelt von zwei Frauen. Beide leben lesbisch. Manuela und Erika sind hörgeschädigt. Sie nehmen die Welt anders wahr als Hörende und leben in einer spezifischen Kultur. Sie erzählen aus ihrem Leben, über ihr Coming Out, ihre erste Liebe... Die Frage, ob bzw. was denn anders ist, als hörgeschädigte Frau im Vergleich zur hörenden Welt lesbisch zu leben, entwickelt sich im Dialog. Die Interviews wurden in Gebärdensprache geführt, der Muttersprache der beiden Protagonistinnen.

"Im Anschluß wollen wir uns auch mit der Filmemacherin über das Thema "Lesben mit Behinderung" austauschen und einen Blick in die Zukunft wagen!", so die Veranstalterin.

Die Räume der Frauenberatungsstelle sind barrierefrei. Sie sind zudem ein Ort exklusiv für Frauen - Männer haben keinen Zutritt!

 zu: Angebotsinfo Frauenberatungsstelle Düsseldorf e.V. (neu)

Quellen:
frauenberatungsstelle.de, 29.01.10,
Bildquelle:
frauenberatungsstelle.de

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Hüppe für echte Wahlfreiheit?

Behindertenbeauftragter des Bundes nimmt Arbeit auf.

Hubert Hüppe ist neuer Beauftragter des Bundes für Menschen mit Behinderung. Er bekennt sich zur sozialen Teilhabe als selbstverständliches Menschenrecht. queerhandicap erhofft sich Fortschritte für LSBT mit Behinderung und ihre Partner.

Die Nachfolge für das Amt des Behindertenbeauftragten des Bundes steht fest. Es ist Hubert Hüppe. Er nahm am 04.01.2010 seine Arbeit auf.

Hüppe eilt in der Behindertenszene der "Ruf eines verlässlichen Anwalts behinderter Menschen" voraus. So bekennt er sich zur Teilhabe behinderter Menschen nicht nach dem Fürsorgeprinzip, sondern als selbstverständliches Menschenrecht (s. kobinet-nachrichten.org, 17.12.09).

Behindertenverbände fordern schon länger Leistungen, die dem persönlichen Bedarf entsprechen und im Sinne des Nachteilsausgleichs nicht auf das eigene Einkommen oder etwa das des Partners angerechnet werden. queerhandicap erkennt hierin unter anderem eine vergrößerte Chance auch für LSBT mit Behinderung, einen festen Partner zu finden.

Ein weiterer Aspekt der Umgestaltung ist die Wahlfreiheit. Betroffene sollen frei wählen dürfen, wer etwa für Assistenz bezahlt wird: Kommerzielle Anbieter, gute Bekannte oder der eigene Partner. Auch hier eine höhere Chance für eine intakte Partnerschaft: Betroffene wären nicht mehr gezwungen, sich vom Partner unbezahlt und lebenslang assistieren zu lassen.

Es wird sicherlich nicht leicht für Herrn Hüppe. Wir drücken ihm fest die Daumen!

Informationen zu Hubert Hüppe und seinem Bekenntnis zur sozialen Teilhabe:
http://www.kobinet-nachrichten.org (Suche: "Hüppe, Ruf, Teilhabe")

Informationen zum sogenannten "Teilhabesicherungsgesetz":
www.forsea.de

Informationen zum sogenannten "Assistenzleistungsgesetz":
www.netzwerkfrauen-bayern.de/assistenzdoku.pdf

Quellen:
kobinet-nachrichten.org, 17.12.09,
forsea.de, 17.01.10,
netzwerkfrauen-bayern.de, 17.01.10
Bildquelle:
behindertenbeauftragter.de

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Tabubruch in Österreich:

Manfred Schütz (SoHo) macht sich stark für LSBT mit Behinderung.

SoHo Wien tritt ein für selbstverständliches Recht auf Sexualität auch für LSBT mit Behinderung.

"Menschen mit einer Behinderung (...) werden innerhalb der hetero- und homosexuellen Gesellschaft oftmals als sexuell neutral gesehen und damit häufig aus dem so sensiblen Thema der Sexualität ausgeklammert. Und das muss sich ändern." Das Statement stammt von Manfred Schütz, Behindertensprecher der österreichischen SoHo (Sozialdemokratie und Homosexualität). Wie schon in den den Vorjahren, nutzte Schütz auch 2009 den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung (03.12.), um sich öffentlich besonders für LSBT mit Behinderung stark zu machen.

Der vollständige Beitrag ist nachzulesen unter:
www.soho.or.at/glbt/archives/2681

Quelle:
soho.or.at, 03.12.10
Bildquelle:
soho.or.at


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