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Corrie Peters ist tot. Verein und Szene verharren in stillem Gedenken.

Corrie Peters ist tot. Er verstarb plötzlich und unerwartet am 06.02.2014. Corrie war Gründungs- und Vorstandmitglied der ersten Stunde. Mitglieder von queerhandicap e.V. gedachten seiner bei einer Zusammenkunft am 26.04.2014 in Hamburg und beim Mitgliedertag vom 31.10.-02.11.2014 in Düsseldorf. Cindy Dillmann verfasste einen Nachruf zu seinen Ehren. Marcel Lachmann trug ihn vor zu Beginn der jährlichen Mitgliederversammlung am 01.11.2014. Reiner Matthée regte hier zu einer Schweigeminute für Corrie an.

Corrie Peters erwarb sich mit seinem langjährigen Engagement Anerkennung im Verein und über die Vereinsgrenzen hinaus. Gleich mehrere Gruppen und Verbände beteiligten sich an der Gestaltung einer gemeinsamen Todesanzeige. Sie erschien ganzseitig bereits in der Märzausgabe 2014 des Szenemagazins FRESH. Auch das Schwule Netzwerk NRW e.V. widmete Corrie einen Nachruf. Beide Nachrufe sowie die Anzeige stehen hier im pdf-Format zum Herunterladen bereit.


Niemals geht einer so ganz ...

Nachruf Corrie Peters, gest. am 06.02.2014

Am Donnerstag, 06. Februar 2014, verstarb Corrie Peters plötzlich und unerwartet an den Folgen einer Gehirnblutung. Er wurde nur 49 Jahre alt. Corrie war Gründungsmitglied von queerhandicap e.V., zentraler Impulsgeber für dessen Arbeit und von Beginn an treibende Kraft im Vorstand. Mit großer Beharrlichkeit setzte er sich schon zuvor ein für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* (=LSBT) mit Behinderung. Er gab ihnen Mut, verlieh ihnen und ihren Anliegen öffentlichkeitswirksam Gesicht und Stimme. Er war ein Garant für die fortschreitende bundesweite Vernetzung selbstorganisierter Gruppen und Initiativen in diesem Bereich.

Corrie Peters war von Geburt an spastisch gelähmt. Bauliche Barrieren, aber auch jene im Kopf verwehrten ihm lange Zeit den Zugang zur schwulen Welt. Das schwule Leben fand ohne in statt. Via Internet knüpfte er Ende der 90er Jahre erstmals Kontakte zu anderen Schwulen mit und ohne Behinderung. Joachim Lorenz, schwuler Aktivist im Rollstuhl, animierte ihn 2005 zur Gründung der Kölner Gruppe "RAR - Richtig am Rand". Sie richtete sich seit Beginn an "Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender mit Behinderung - mit und ohne Partner". Sie existiert noch heute, bis zuletzt war Corrie Peters ihre Ansprechperson.

Gemeinsam mit Jan Held von den gaywheelers in Essen initiierte Corrie Peters das "NRW-Treffen 2007", ein landesweites Workshop-Wochenende von und für LSBT mit Behinderung aus ganz NRW. Es formierte sich die LAG queerhandicap NRW, eine Website warb zunächst nur für das Treffen, diente später auch der weiteren Vernetzung: www.queerhandicap.de.

Innerhalb der LSBT- Community entwickelte sich Corrie Peters ab 2008 zu einem festen Gesprächspartner bei Fragen rund um Barrierefreiheit und Inklusion. Er machte aber auch in der Behindertenhilfe auf die Belange von queerhandicap aufmerksam, etwa mit dem auf ihn zurückgehenden Workshopangebot "Sexualitäten und Behinderung - eine Annäherung".

Als Rollenmodell zum Thema "Schwul und Behindert" der Kampagne ICH WEISS WAS ICH TU der Deutschen AIDS-Hilfe provozierte Corrie Peters ab 2009 vor allem Nichtbehinderte mit seinem Slogan: "Du glaubst, bei mir läuft nichts?!" Er zeigte starke Präsenz - bei CSD-Paraden und auf der Bühne. Er nutzte die vielen bundesweiten Einsätze aber auch zur weiteren Vernetzung von queerhandicap mit LSBT mit Behinderung und ihren Initiativen vor Ort.

Im Jahr 2010 gründete eine Hand voll Aktiver unter der Federführung von Corrie Peters den bundesweiten Verein queerhandicap e.V., dessen Vorstandsmitglied er von Beginn an war. Der gemeinsame Einsatz für CSD- und Messeauftritte, das Forum 2011, Kirchentage in Mannheim 2012 und Hamburg 2013 beflügelte LSBT mit Behinderung, schuf Orte des Dialogs mit Interessierten und verschaffte dem Verein bundesweit Anerkennung. Corrie Peters wurde noch im Januar 2014 für sein langjähriges Engagement geehrt durch die Einladung zum Neujahrsempfang des Bundespräsidenten Joachim Gauck im Schloss Bellevue in Berlin.

Corrie, jetzt bist Du fort!

Wir werden Dich sehr vermissen!

Cindy Dillmann
queerhandicap e.V. - Vorstand



Nachrufe als pdf-Datei

Folge dem nachstehenden Link zum Nachruf des Vorstands von queerhandicap e.V. als pdf-Datei:


Auch das Schwule Netzwerk NRW e.V. widmete Corrie Peters einen Nachruf. Er wurde wenige Tage nach seinem Tod auf der Website des Netzwerks veröffentlicht. Auch er steht hier im pdf-Format zum Herunterladen bereit.
Folge dem nachstehenden Link zum Nachruf des Schwulen Netzwerks NRW e.V. als pdf-Datei:


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Gemeinschaftsanzeige der LSBT- Community

Corrie Peters erwarb sich mit seinem langjährigen Engagement Anerkennung im Verein und über die Vereinsgrenzen hinaus. Gleich mehrere Gruppen und Verbände beteiligten sich an der Gestaltung einer gemeinsamen Todesanzeige. Sie erschien ganzseitig bereits in der Märzausgabe 2014 des Szenemagazins FRESH.

Folge dem nachstehenden Link zur gemeinsamen Todesanzeige als pdf-Datei:


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