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WE ARE ONE FAMILY

Zu Ostern 2009 startete in Berlin das Projekt "WE ARE ONE FAMILY = WIR SIND EINE FAMILIE". Initiatoren sind Matthias Schumacher aus Berlin und Dirk Killing aus Dortmund. Nachfolgender Bericht gibt Auskunft zur Entstehung und zu den Anliegen des Projekts. Er basiert auf Auszügen einer Onlinepräsentation sowie von Kommentaren aus dem Netz. Die Inhalte decken sich mit der Projektvorstellung beim queerhandicap-Treffen 2009.

WE ARE ONE FAMILY

Bericht über einen Projektstart in der schwulen Fetischszene.

WE ARE ONE FAMILY = WIR SIND EINE FAMILIE.

"Das Ziel von WE ARE ONE FAMILY / WIR SIND EINE FAMILIE ist, dafür zu werben, die Lage Behinderter so zu gestalten, dass sie sich in unserer Gemeinschaft wohl fühlen. Darüber hinaus ist es wünschenswert, zusätzliche Überlegungen bezüglich der Integration weiterer Randgruppen zu tätigen." (WE ARE ONE FAMILY 2009)

"Bei der diesjährigen MR. FETISH BIKER Wahl am Karfreitag (2009, d. Red.) in Berlin stellte Matthias S., MR. FETISH BIKER 2008, in seinem Grußwort an das Publikum das Anliegen vor. (…) Besonders hob er dabei hervor, dass er sein Augenmerk auf Behinderte legt, die oftmals mangelhaft berücksichtigt werden." (DIRK 2009b)

"Dieser Inhalt ist mir bereits seit langer Zeit ein Herzenswunsch, da ich bereits seit Jahren mit körperlich- und geistig behinderten Menschen arbeite und sie in mein Herz geschlossen habe. Ich reise gern, um mich für Menschen einzusetzen und für Integration zu werben, es ist manchmal ein schwerer Weg. Hierbei ist wichtig, dass dieses Thema angenommen wird und wir eine Veränderung in Angriff nehmen. Daher möchte ich Euch bitten, zu sehen, wie innerhalb der Vereine möglichst viele Barrieren beseitigt werden können." (WE ARE ONE FAMILY 2009)

Matthias Schumacher hält Osterrede 2010
© queerhandicap.de

"Matthias, Mr. Fetish Biker 2008, hat die Aktion ins Leben gerufen (…). Es ist sein Baby, ich werde die Aktion so gut wie ich kann unterstützen. Aber egal wer die Aktion gestartet hat, wichtiger ist das sie aufgegriffen wird und sich die Message verbreitet – als nächsten Schritt werden wir dann an die Lokale treten und für Barrierefreiheit plädieren." (DIRK 2009a)

Flexibilität erlangen

"Hervorzuheben ist, dass es keinen homosexuellen SM- oder Fetischkerl aufgrund von Behinderung, sozialem Status, Alter, Fähigkeiten oder Herkunft erschwert werden sollte, an unseren Veranstaltungen und unserer Kultur teilzunehmen. Dies setzt Flexibilität voraus, um weitere Möglichkeiten zu schaffen. Zusätzlich ist anzumerken, dass wir durch Integration unsere Gemeinschaft stärken. (…)

Die Vereinspolitik der deutschen Fetisch- Community zeichnet sich durch soziales Engagement aus, bereits seit Jahrzehnten sind Zusammenhalt und Integration ein hohes Gut. (…) Flexibilität erlangen wir durch Einbindung entsprechender Personen in die Gestaltungsarbeit." (WE ARE ONE FAMILY 2009)

Teilnahme ermöglichen

"Es gilt, beispielsweise Rollstuhlfahrern nicht nur die Möglichkeit zu gewähren, sich am CSD zu beteiligen, auch bei kulturellen Veranstaltungen wie Mister-Wahlen, Jubiläen, Ausflügen usw. gilt es, Rollstuhlfahrern eine Teilnahme zu ermöglichen. (…) Vergleichbare Erlebnisse zeigen, dass durch Verbesserungen der Situation tendenziell die Anzahl der Mitglieder der entsprechenden Zielgruppe steigt.

MR. DEAF-LEATHER GERMANY und MR. DEAF-BEAR GERMANY zeigen Gesicht und werben für die Integration von Gehörlosen. (…) Einen Großteil der Barrieren für hörgeschädigte Menschen sind durch Gebärdensprachdolmetscher lösbar. (…)

Für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen ist die Orientierung in unbekannten Räumlichkeiten erheblich erschwert, es mangelt an Orientierungspunkten. (…) Es ist wichtig, Sehbehinderte anzusprechen, ihnen zu erläutern, was geschieht. (…) Haben Sehbehinderte die Einrichtung kennen gelernt, binden sie sich in die Szene ein." (WE ARE ONE FAMILY 2009)

Denn wir alle gehören zur Familie ...

"Man kann der Idee nur wünschen, dass sie in unserer Fetischszene und darüber hinaus hohe Wellen schlagen wird. Bitte werbt für Verständnis, Akzeptanz und Integration. Und wo immer ihr einen Hör-, Seh- oder anders behinderten Menschen trefft - begegnet ihm offen und mit Verständnis. Denn wir alle gehören zur Familie - WE ARE ONE FAMILY !!!" (DIRK 2009b)

Dirk beim queerhandicap-Treffen 2009
© queerhandicap.de

Die Organisatoren des Lederpott Dortmund 2009 vom 28.-30.08.09 folgen dem Aufruf beispielsweise mit einer eigenen Webinfoseite zur "Barrierefreiheit". Hier werden auch behinderte Gäste angesprochen: "Wir, und das gesamte Fetischnetzwerk NRW unterstützen mit vollen Herzen die Aktion "WE ARE ONE FAMILY" gegen Ausgrenzung von körperlich-, geistig behinderten, blinden und gehörlosen Mitgliedern unserer Gemeinschaft. - Wir möchten einfach, dass du dich bei uns wohl fühlst und deinen Spaß hast. Herzlich Willkommen." (LEDERPOTT 2009)

Ein Anfang ist gemacht

"Ein Anfang ist gemacht, nun kommt es auf jeden einzelnen an, was daraus wird. Stolz bin ich allerdings, dass diese Aktion aus unserer Szene entsprungen ist, von der man sonst sagt, dass nur Sex und Geilheit regiert – Nein, es gibt auch Menschen dort (und es sind wahrlich nicht wenige), die Probleme erkennen und versuchen, diese zu bekämpfen." (DIRK 2009a)

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